Stabile Transformation mit Haltung:

Mein jährlicher Nachdenker für Führungskräfte und Zeitgenossen.

Stabile Transformation mit Haltung: wohin und woher?

Change, Transition, Agilität, Purpose. Jeder neue Management-Begriff wartet schon grinsend mit der Sense und will den alten verdrängen. Die letzte Mode, die noch keine Chance hatte, sich zu bewähren, wird zum Unwort. Wir haben den neuen Ansätzen nicht die Zeit gegeben, die sie brauchen um zu reifen und um den Hype um sie zu beruhigen. Oft nennen wir den Begriff dann“alter Wein in neuen Schläuchen“, weil er ja wieder nicht gewirkt hatte.

Neuer Wein in alte Schläuche:

In der Bibel heißt es aber: „Auch füllt niemand neuen Wein, der noch gärt, in alte Schläuche. Sonst sprengt der neue Wein die alten Schläuche; der Wein fließt aus und auch die Schläuche sind hin. Nein, neuer Wein gehört in neue Schläuche!“ Füllen wir neue Konzepte in alte  Strukturen von Führung und Wettbewerb, dann funktionieren diese nicht.

Digitalisierung ist für mich ein solcher Neuer Wein, der Neue Schläuche, neue Strukturen von Entscheiden und Kooperation braucht. Wir spüren, wir wissen, dass wir in einer globalen Transformation sind, wo wir weder Beginn noch Ende erahnen können. Neue Spieler treten auf, alte Grundsätze geraten ins Wanken. Politisch, wirtschaftlich, technisch.

Was können die neuen Strukturen, die neuen Schläuche sein, die diese Dynamik auffangen und halten können?  Mit mehr Steuerung und Kontrolle kommen wir nicht gut weiter. In Wirklichkeit müssen wir die Freiräume der Einzelnen erhöhen und zuvor mehr Verantwortung überhaupt erst möglich machen. Weil Change, Innovation, Digitales  sich auf 5 Ebenen abspielen und herkömmliches Steuern, Command & Control nicht mehr klappt. Die Musik spielt gleichzeitig bei:

  • Prozessänderung
  • Haltung, Know How und Fähigkeiten
  • Organisation und Steuerung
  • Infrastruktur und Technologie
  • Last but not least: Leistung, Performance, Wertbeitrag

Der Weg ist das Ziel? Oder ist die Richtung nicht doch wichtiger?

Aber es fehlt noch was für den Erfolg:
Wissen woher man kommt und wohin man gehen möchte. Gerade in der Digitalisierung muss man daher zuerst die eigenen Herausforderungen und den eigentlichen Unternehmenszweck verstehen lernen. Sonst treibt einen die Technik irgendwohin. Danach erst kann Digitalisierung sinnvolle Impulse geben, die helfen das Unternehmen stabil zu transformieren, ihm einen neuen Schwung geben. Ansonsten bleiben wir im Hoffen und Probieren stecken, auch wenn wir das Probieren mit neuen Begriffen wie „Agilität“ verbergen wollen.

Die Frage ist also immer: was wollen Sie 2020 und danach? Was möchten Sie hinterlassen? Als Unternehmer und ganz persönlich? Sie finden, das klingt erratisch oder gar esoterisch? Vielleicht. Aber halten Sie trotzdem es mit Mahatma Ghandi: „Actions express priorities“.   Was sind Ihre Prisoritäten? Machen Sie einfach nichts, was nicht wirkt.

Ich wünsche Ihnen ein wirkungsvolles 2020 (and beyond)

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