Agil ist aller Laster Anfang

Make it right the first time – or iterate

Ich erklärte einmal einer Freundin, die soeben im Stress war, begeistert das Paretoprinzip. Sie wissen, Aufgaben nach dringend und wichtig zu unterteilen und in 4 Quadranten stellen. Das Wichtige und gleichzeitig Dringende geht man sofort an. Den Rest delegiert man, macht es irgendwann später oder lässt es überhaupt bleiben. Das Letztere ist natürlich das Unwichtige, das auch nicht Dringende. Das Ganze hat ein General erfunden, der damit angeblich sogar Schlachten gewann. Sie verzog verächtlich das Gesicht und fragte, ob der Krieg und der Frieden auch so gewonnen werden könne. Das Prinzip führt nur dazu, dass man nie etwas richtig und nie ganz fertig macht.

Heute erinnert mich das an agile Ansätze, an das permanente Ändern, Anpassen und Verbessern. Kann man das nicht vermeiden durch ein wenig mehr Hirnarbeit und Musse? Es kommt aus der Ecke Scrum und  Design Thinking:   fröhlich auf Iterationen setzen. Es mag Situationen geben, wo das hilft. Ganz besonders, wenn man nicht genau weiß, wie der Kunden auf meinen Vorschlag reagieren wird. Oder wenn dieser das gar nicht artikulieren kann, dann forscht man gemeinsam am Optimum.

Es gleich perfekt zu machen, das wäre mein Ideal!. So wie ein gut gebriefter  Grafiker nur einen Vorschlag für das neue Logo machen muss – und der passt dann einfach. Braucht es Varianten, dann ist irgendwas auf der Strecke geblieben.

Vergiss Agil: mach es gleich richtig, mach es einfach gut.